"Bundesministerin für Europa, Integration und Familie"- diese Rolle nimmt Claudia Bauer in der Regierung ein. Der Nachname der 31-Jährigen hat sich durch ihre Hochzeit geändert - das Aufgabenfeld nicht. Der Hang zu deutlichen Ansagen ebenfalls nicht: "Integration sei kein Angebot, sondern Verpflichtung", sagt Bauer bei der Präsentation der Wert-Charta vor wenigen Tagen. Wer die Regeln verletze, müsse mit drastischen Strafen rechnen. Den Zivildienst will Bauer attraktiver gestalten - über eine mögliche Verlängerung, parallel zum Wehrdienst, sei zu verhandeln. Und als Europaministerin spart Bauer auch nicht mit Kritik: Stichwort gemeinsamer Finanzrahmen. Wieviel Europa braucht Österreich angesichts der Weltlage? Wie bewertet sie die Regierungsarbeit im Allgemeinen und die ihrer Partei im Speziellen?