Kunst, Raub und Rückgabe - Vergessene Lebensgeschichten
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Gesellschaft + Soziales
Rudolf Hofmann war ein Bankdirektor aus der Nähe der Stadt Meiningen in Thüringen. In den 1930er Jahren zog er mit seiner Familie nach München. Er war kunstinteressiert, was genau sich aber alles in Hofmanns Kunstsammlung befand, ist bis heute unklar. Mindestens ein Gemälde des Malers Albert Schwendy gehörte Hofmann jedenfalls. Raubkunst, die im Jahr 2025 von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen an Hofmanns Nachfahren restituiert wurde. Rudolf Hofmann war Jude. Dass er dennoch nicht in ein Konzentrationslager deportiert wurde, hat er der Tatsache zu verdanken, dass er mit einer Christin verheiratet war. Mitglieder der von den Nationalsozialisten so bezeichneten "Mischehen" zwischen Juden und Christen kamen nicht ins Konzentrationslager. Hofmann und seine Familie lebten auch während des Zweiten Weltkriegs weiterhin in München, sie mussten von ihrem Eigenheim in Bogenhausen in eine kleine Wohnung in einem sogenannten "Judenhaus" umziehen. Hofmann wurde zur Zwangsarbeit verpflichtet, später auch seine Frau und seine Tochter. Rudolf Hofmann kam Anfang 1945 in den Trümmern seiner Wohnung ums Leben, in Folge eines Bombenangriffs der Alliierten.