in vielen Klassenzimmern des Landes ist Deutsch zur Fremdsprache geworden, Lehrkräfte berichten von religiösem Druck, Konflikten und schwindendem Respekt. Was muss geschehen, damit Integration in Schulen wieder gelingt? Darüber diskutiert Roger Köppel diesmal mit seinen Gästen. Über eine Million Kinder startet dieser Tage wieder in das neue Schuljahr. Doch in vielen Klassenzimmern des Landes schrillen die Alarmglocken: Denn Deutsch ist vielerorts zur Fremdsprache geworden, Lehrkräfte berichten von religiösem Druck, Konflikten und schwindendem Respekt. Zugleich sorgt eine aktuelle Studie im Auftrag der Stadt Wien für Aufsehen: 41 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen stellen religiöse Vorschriften über die österreichischen Gesetze. Und seit diesem Schuljahr gilt an Österreichs Schulen erstmals das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Wie konnte es so weit kommen – und was muss geschehen, damit Integration im Klassenzimmer wieder gelingt? Darüber diskutiert Roger Köppel in der neuen Ausgabe des "Pragmaticus" mit zwei Gästen, die das Thema aus nächster Nähe kennen: Der Bestsellerautorin und Lehrerin in einer Brennpunktschule Susanne Wiesinger, die soeben ihr neues Buch "Gebt unseren Kindern eine Chance!" in der Edition Der Pragmaticus herausgegeben hat. Und dem Soziologen Kenan Güngör, dessen im Frühjahr veröffentlichte Studie zu den Werten von mehr als 1.200 Wiener Jugendlichen die Debatte über Religion, Radikalisierung und Integration neu entfacht hat. Dazu im Interview: Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Sie analysiert, welche Netzwerke und Akteure hinter dem wachsenden religiösen Druck an Schulen stehen – von organisierter Einflussnahme bis zu TikTok-Predigern, die längst auch die Jüngsten erreichen.